Der 08. Dezember – mit Ulla Peffermann-Fincke

Wer kennt das nicht? Manchmal müssen wir in Rollen schlüpfen, die so gar nicht zu uns passen mögen. Wir sollen Aufgaben übernehmen, die unserem Innersten widerstreben.
Dann bleiben zwei Möglichkeiten: sich anpassen oder dem eigenen Herzen folgen.

Was das mit Weihnachten zu tun hat, davon erzählt heute Autorin Ulla Peffermann-Fincke.

Ein ungewöhnliches Krippenspiel

Vieles geht in diesem Jahr nicht. Keine glitzernden Adventsmärkte mit Glühwein, gebrannten Mandeln und heißen Maronen. Keine Advents-und Weihnachtsfeiern. Keine Chorproben für Weihnachtskonzerte. Sich mit Freunden in größerer Runde treffen, zusammen Selbstgebackenes essen, Kaffee, Kakao oder Punsch trinken, das alles geht dieses Jahr nicht.

Aber vieles geht!

Basteln, Singen, Spielen, es sich zuhause schön und gemütlich machen. Sich an kleinen Dingen freuen. Kerzenschein, Musik hören und Singen (ist ja zuhause erlaubt). Und Geschichten erzählen oder lesen.

Ich habe eine Lieblingsgeschichte, die ich jedes Jahr aufs Neue mit großer Freude lese. So wie Kinder immer das gleich Märchen hören wollen, obwohl – oder gerade weil – es bekannt ist, so liebe ich die Adventsgeschichte: „Wie man zum Engel wird“ von Ruth Schmidt-Mumm.

Es geht um ein Krippenspiel der 6. Klasse. Alle Rollen sind verteilt. Da ein Schüler ausfällt muss der kleine Tim einspringen, der die Rolle des Wirts der Herberge spielen soll. Es wurde viel geprobt, alles hat geklappt. Doch bei der Aufführung bringt der kleine Tim es nicht übers Herz, Maria und Josef abzuweisen, sondern gewährt ihnen großzügig Einlass. Die Verlegenheit allerseits ist groß. Tim bekommt nochmals eine Chance, seinen Fauxpas wieder gut zu machen. Aber auch in der nächsten Aufführung kann er einfach nicht so kaltherzig sein und das Paar, das in Not ist, abweisen. Schließlich erkennt der Lehrer, dass ein Rollentausch vorgenommen werden muss: in der letzten Aufführung darf Tim einen Engel spielen, der ganz beglückt das Halleluja singt!

Warum jedes Jahr diese Geschichte?


Sie bringt mich zum Lachen und rührt mich zu Tränen. Und immer denk ich: so wunderbar menschlich, so nachvollziehbar. Und es gibt ein überraschendes Happyend. Wie schön!

Das brauchen wir: die Hoffnung, dass am Ende alles gut wird.

Über die Autorin

Menschen in schwierigen Phasen des Lebens zu begleiten, ist für Ulla Peffermann-Fincke Beruf und Berufung. Als Heilpraktikerin und biblisch-therapeutische Seelsorgerin leitet sie Kurse zur Persönlichkeitsentwicklung.

Die Begegnungen mit den Hilfesuchenden eröffnen ihr immer wieder ganz neue Betrachtungsweisen von Glück.

Gemeinsam mit ihrem Ehemann Rainer Fincke hat sie bereits zwei Bücher verfasst. Das letzte Buch – "Zwischen 'nicht mehr' und 'noch nicht'" erschien im Herbst 2020. Darin bietet das Ehepaar kreative Methoden, Meditationen und Impulse für Zeiten des Übergangs an. Damit wollen sie den Leser*innen helfen, zu neuer Orientierung zu finden und Übergänge gut zu bewältigen.

Das Buch finden Sie in unserem Onlineshop. Einen Blick ins Buch erhalten Sie hier:

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