Der 10. Dezember – mit Bernd Deininger

Das Leben lebendig werden lassen – für Arzt, Psychoanalytiker und Autor Dr. Bernd Deininger ist das die zentrale Herausforderung, die das Leben an uns stellt. Für ihn offenbart sich gerade in der frohen Botschaft der Weihnacht, wie das gelingen kann.

Sich entscheiden, ob das Leben es wert ist, gelebt zu werden oder nicht, heißt auf eine der Grundfragen zu antworten, die das Leben jedem Menschen stellt. Eine zentrale Antwort auf diese Frage ist unmittelbar mit der Weihnachtsbotschaft verknüpft.

Gott, der alles Umfassende, nicht Beschreibbare und der, der das gesamte Universum nicht nur geschaffen hat, sondern es auch trägt, ist Mensch geworden. Das heißt, er verdichtet sich in seiner Größe so, dass er lebt wie wir. Er hat und er nimmt teil am Leben mit allen Schattierungen. In dieser Menschwerdung wird uns die Frage eigentlich schon beantwortet:

Wenn Gott Mensch geworden ist und lebt wie wir, so hat das Leben dadurch Sinn und ist lebenswert.

Aus meiner Sicht als Arzt und Psychoanalytiker wird das geschenkte Leben dann lebendig, wenn ich bereit bin, mich mit meinen Gefühlen auseinanderzusetzten und diese zuzulassen. Ob es sich dabei um Gefühle von Enttäuschung, Trauer und Zurücksetzung oder um Freude, Liebe und Anerkennung handelt, ist nicht das Entscheidende. Es ist vielmehr wichtig, nicht über ihnen zu stehen, sondern sich als berührbar und auch verletzbar zu zeigen.

Die Menschwerdung Gottes an Weihnachten macht uns Mut, unsere Ängste anzuschauen und sie im Getragen sein der Weihnachtsbotschaft zuzulassen.

Die Weihnachtsbotschaft gibt uns Kraft an uns selbst zu glauben, an unsere Begabungen und unsere Ausdauer.

Sie gibt uns Hoffnung, dass das lebensfördernde in uns die Überhand über das zerstörerische hat. Die Weihnachtsbotschaft ermöglicht es uns, an den Fortbestand der Beziehung zu unserem Schöpfer festzuhalten und den Geschmack für das Unendliche zu spüren.

Über den Autor

Dr. Bernd Deininger ist Chefarzt der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie in Nürnberg. Als ehrenamtlicher Prediger in der evangelischen Kirche beschäftigt er sich insbesondere aus psychologischer Sicht mit Fragen des Glaubens.

Welche Rolle die Botschaften der Bibel in der heutigen Zeit spielen können, ergründet er in seinen Büchern. So auch in seinem neuen Buch "Verstehen statt verurteilen", das er gemeinsam mit Anselm Grün verfasst hat. Dafür legen sie vor dem Hintergrund ihrer therapeutischen und seelsorgerlichen Arbeit verschiedene Bibeltexte des Neuen Testaments aus und machen sie für moderne Christ*innen greifbar.

Das Buch ist ab dem 18. Januar 2021 im Buchhandel oder über den Onlineshop der Abtei Münsterschwarzach erhältlich. Einen ersten Blick ins Buch erhalten Sie hier:

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